Klangschalenmassage
und "gesund ist lecker"
"Dein Herz", Demenz, Kinderschutz und Burn-Out waren die Top-Themen
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Recklinghausen. Draußen vor der Tür oder gleich im Foyer des Ruhrfestspielhauses fiel den 5 000 Besuchern sofort ins Auge:
Dieser 1. Vestische Gesundheitstag am Samstag in Recklinghausen stand für die große Bandbreite der Entwicklungen in Medizin, Medizintechnik, Wellness und Gesundheitspolitik.


Erster Blickfang: Die Klangschalenmassage am Stand des Prosper-Hospitals. Klangschalen wirken auf verschiedene Weise. Die Töne der Klangschalen befriedigen das elementare Bedürfnis des Menschen nach harmonischen Klängen. Dieses Bedürfnis ist seit Urzeiten tief verwurzelt, und es wacht bei jedem Menschen sofort wieder auf, wenn er mit harmonischen Klängen in Berührung kommt.
Nein? Doch! Viele Besucher machten eine ganz neue Erfahrung.
Und dieses Einsammeln von Informationen und Erfahrungen zog sich wie ein roter Faden durch die Ausstellung und die Publikumsvorträge im großen Saal des Festspielhauses. Lange Schlangen am Info-Center des Klinikums Vest, wo die geballte Fachkompetenz des Knappschaftskrankenhauses Recklinghausen und der Paracelsus-Klinik in Interviews mit Moderator David Petzold das Themenspektrum der beiden großen Häuser vorstellte.
"Darmkrebs ist heilbar", mit dieser Botschaft sah sich beispielsweise das Ärzteteam um Prof. Dr. Martin Stricker am Infocenter des KKRN (u.a. Marien-Hospital Marl) mit einem höchst sensibilisierten Publikum konfrontiert. Unzählige Einzelgespräche auf einer Großveranstaltung. Die Mediziner aller Kliniken und zahlreiche niedergelassene Ärzte, wie die Psychiater und Psychotherapeuten des Zentrums für Neurologie und seelische Gesundheit-Vest (ZNS), nahmen sich über fünf Stunden hinweg die Zeit für jeden einzelnen Patienten und Interessenten.

Wellness-Teams streichelten die Seele

Regelrecht ins Schwitzen kam das REWE-Team um Ruth und Willi Kramer im Foyer des Ruhrfestspielhauses. Denn der Appetit auf Informationen, wie sich aus gesunden Lebensmitteln kulinarische Leckerbissen zaubern lassen, war so groß wie später dann die Nachfrage nach den fertigen Menüs der beiden Meisterköche Stefan Manier und Rainer Schorer (Stromberg, Waltrop).
"Wir hören schlechter als wir denken", sagen Hörgeräteakustiker Thomas Senft und das Hörstudio-Team Leidecker. Nach professionellen Hörtests an Ort und Stelle wunderten sich nicht wenige Besucher über ein bislang gar nicht vermutetes, vermindertes Hörvermögen.
Der Gesundheitstag tat auch richtig gut! Die Wellness-Teams verwöhnten ihre Gäste mit Top-Kosmetik und ein wenig Seelenmassage.
Breit gefächert das Angebot an Publikumsvorträgen im großen Saal. "Dein Herz" mit Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer, "Alzheimer und Demenz" (Dr. Achim Gowin, Waltrop), "Gewalt gegen Kinder- erkennen und handeln" (Prof. Paulussen, Datteln) und "Burn-Out" (Dr. Michael Meyer) fanden das erwartet riesige Interesse. Spezielle Zielgruppen sprachen Dr. Maria Siegert-Terzaki (Kaiserschnitt - Vor- und Nachteile"), Markus Kowalczyk (Arbeitsmarkt Gesundheitsregion RE) und Gero Altmann (Naturheilkunde hilft Tieren) an.
Referenten
Dr. Achim Gowin, Ärztlicher Direktor St. Laurentius-Stift, Waltrop
10.30 - 11.10 Uhr
"Wer bist du und wo bin ich?" Demenz - die gefürchtete Krankheit
Foto Dr. Achim Gowin
Wer bist du und wo bin ich? Hinter dieser Frage verbirgt sich eine der gefürchtetsten Alterskrankheiten: Demenz. Das ist das Thema von Dr. Achim Gowin, Chefarzt der Waltroper Klinik für Altersheilkunde, Frührehabilitation und Palliativmedizin auf dem 1. Vestischen Gesundheitstag.

Der Spezialist am St. Laurentius-Stift wird mit zahlreichen Beispielen aus der Praxis Antworten auf Fragen zu "Formen der Demenz im Alter" und zu medizinischen Erkenntnissen. Natürlich geht es dabei auch um "Anregungen für das Zusammenleben" mit erkrankten Menschen im Familien- und Freundeskreis. Wie können Pflegende Entlastung im Alltag erfahren.
Prof. Dr. Michael Paulussen, Ärztlicher Direktor der Vestischen Kinder- und Jugendklinik
11.30 - 12.15 Uhr
Gewalt gegen Kinder - Erkennen und handeln!
Foto Prof. Dr. Michael Paulussen
Professor Dr. Michael Paulussen ist Ärztlicher Direktor der Vestischen Kinder- und Jugendklinik Datteln. Sein Thema auf dem 1. Vestischen Gesundheitstag: "Gewalt gegen Kinder - erkennen und handeln". Jedes zweite Kind macht Erfahrungen mit Formen der Vernachlässigung, der konkreten Misshandlung oder des sexuellen Missbrauchs. An den Folgen dieser Gewalt leiden die Kinder ein Leben lang. Die Zeichen von Misshandlung zu erkennen und die richtigen Maßnahmen zu ergreifen, ist eine Herausforderung nicht nur für Eltern, Erzieher und Lehrer, sondern auch für Kinderärzte. Was tun, wenn Verletzungen offensichtlich werden? Wenn sich die Psyche eines Kindes auffällig verändert?

Eine Anlaufstelle ist die Medizinische Kinderschutzambulanz in Datteln. Speziell geschulte Ärzte, Psychologen, Pflegende, Sozialarbeiter und Seelsorger arbeiten dort zusammen. Der Vortrag bietet wichtige Informationen für Eltern, Erzieher, Lehrer, Sportübungsleiter und alle Menschen, denen unsere Kinder am Herzen liegen.
Dr. Martina Klein, Sozialmarketing Vestische Kinder- und Jugendklinik
Warum die Kinder- und Jugendklinik Ihre Spenden braucht
Dr. Martina Klein
Wenn Kinder zu Patienten werden, benötigen sie nicht nur unsere Hilfe sondern auch Ihre Unterstützung. Nicht alle Leistungen, die wichtig für die Heilung sind, können über die Kostenträger abgerechnet werden. Hinzu kommt, dass schrumpfende Öffentliche Mittel unsere Klinik hart treffen. Eine gute, eine exzellente Versorgung der uns anvertrauten Patienten ist deshalb nur über zusätzliche Einnahmen, über Ihre Spenden sicher zu stellen. Dank der Unterstützung vieler Menschen unserer Region sind wir in der Lage die exzellente Versorgung unserer Patienten zu garantieren und immer wieder neueste medizinische Erkennntnisse in die Praxis umzusetzen. Helfen Sie uns, dass es so bleibt!

Auch am 1. Vestischen Gesundheitstag am 17. März 2012, an dem uns das Medienhaus Bauer dankenswerterweise die Möglichkeit dazu gibt.
Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer kommt zum Gesundheitstag
12.30 - 13.30 Uhr
Dein Herz - dein Rücken
Foto Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer
Die Angst vor dem Herztod kennt der Gründer des Bochumer Grönemeyer-Instituts aus eigener Erfahrung. Vorhofflimmern und Herzmuskelentzündung waren die Diagnosen, die den renommierten Arzt und Autor auf die Intensivstation brachten.

Als Herz-Patient kam er dann auf die Idee, sich dem wichtigsten Muskel des Körpers intensiv zu widmen. Er nimmt sich des Volksleiden Nummer 1, der Herz- und Kreislaufkrankheiten, an. Für Grönemeyer ist das Herz mehr als ein zuckender Muskel, mehr als ein bloßes Organ. Sein Ansatz als Arzt wie als Autor ist ganzheitlich.

Dietrich Grönemeyer informiert anschaulich und fundiert von der Funktionsweise des gesunden Herzens über Herzkrankheiten wie Bluthochdruck, Infarkt und Arteriosklerose bis hin zu praktischen Tipps und Informationen zu Diagnostik, Therapie und vor allem Prävention. In seinem Vortrag auf dem 1. Vestischen Gesundheitstag 2012 des Medienhauses Bauer wird Prof. Grönemeyer auch auf die Wechselwirkung Herz und Rücken eingehen.

Dr. Michael Meyer vom ZNS-Vest e.V. spricht nicht von einer Modediagnose
14.00 - 14.30 Uhr
"Burn-Out" ernst nehmen
Foto Dr. Michael Meyer
Dr. Michael Meyer ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie in Recklinghausen und 1. Vorsitzender des Zentrum für Neurologie und seelische Gesundheit-Vest e.V.
Sein Thema auf dem 1. Vestischen Gesundheitstag: "Burn-Out - Prävenention, Coaching, Therapie".

Ralf Rangnick, Sebastian Deisler, Sven Hannawald, Miriam Meckel - sie alle und viele Menschen mehr haben erfahren, wie sich bodenlose Leere anfühlt. Gehen tausende Deutsche Stufe für Stufe dem Burn-Out entgegen?

Das "Burn-Out-Syndrom" ist zu einem großen Medienthema geworden. Ausgebrannt sein ist aber keine Modediagnose, sagt Facharzt Dr. Michael Meyer. Burn-Out sei auch keine Managerkrankheit, wie viele glaubten. Denn an Burn-Out-Erkrankte leiden unter einer starken geistigen, körperlichen und seelischen Erschöpfung.
Dies bildet die Grundlage für zahlreiche Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen und ist damit ein wichtiger gesundheitsökonomischer Faktor.

Mittlerweile aber werden diese "Selbstverbrenner" zahlenmäßig abgelöst durch das "Wearout". D.h. Zermürbung durch äußere Überforderung, z.B. den Druck eskalierende Ansprüche anderer zu erfüllen, besser als andere zu sein, immer mehr Geld zu machen, etwas vorenthalten zu bekommen, was man offensichtlich verdient.

Besonders gefährdet seien zunehmend Menschen in sozialen Berufen (Altenpfleger, Krankenschwestern), sowie Lehrer und Seelsorger und viele mehr. Die Betroffenen wollen anderen helfen. Sie geben viel, bekommen aber wenig Anerkennung zurück.
Dr. Maria Siegert-Terzaki, Chefärztin Frauenklinik Prosper-Hospital
14.45 - 15.15 Uhr
"Normale Geburt" oder Kaiserschnitt- Die Vorteile - die Nachteile
Foto Dr. Maria Siegert-Terzaki
Wurde die Kaiserschnitt-Operation früher nur im Notfall gemacht, wird in Deutschland - diversen Statistiken zur Folge - bereits jedes dritte Kind mit Hilfe eines Chirurgen geboren. Auch in unserer Region äußern immer mehr Schwangere dem Wunsch, ihr Kind per Operation zur Welt zu bringen.

Dr. Maria Siegert-Terzaki, Chefärztin der Frauenklinik am Prosper-Hospital Recklinghausen wird als Fachreferentin auf dem 1. Vestischen Gesundheitstag umfassende Informationen über die Vor- und Nachteile einer "normalen Geburt" und eines operativen Kaiserschnitts geben.

Ein interessantes Thema für werdende Mütter und Frauen mit späterem Kinderwunsch. Für werdende Väter und interessierte Männer selbstverständlich auch.
Marcus Kowalczyk analysiert den Gesundheitsmarkt 2012
15.30 - 16.00 Uhr
Ausbildung und Arbeit
Foto Markus Kowalczyk, Arbeitsagentur
Marcus Kowalczyk ist Geschäftsführer der Arbeitsagentur Recklinghausen. Sein Thema auf dem 1. Vestischen Gesundheitstag: "Ausbildungs- und Arbeitschancen in der Gesundheitsregion Recklinghausen".

Jeder fünfte Arbeitsplatz in der Region Recklinghausen ist im Bereich des Gesundheits- und Sozialwesens angesiedelt. Tendenz steigend. Welche Chancen bieten sich zukünftig Arbeitssuchenden auf dem regionalen Gesundheitsmarkt? Da geht es um Einkommen und Arbeitszeit - welche Strukturen bieten Gesundheits- und Pflegeberufe? Welche Ausbildungsplätze wird es auf dem regionalen Gesundheitsmarkt 2012 geben?

Marcus Kowalczyk ist wichtig, dass auch die regionale Gesundheitswirtschaft nicht mehr nur aus einer funktionierenden Krankenhauslandschaft besteht.

Gerade in einem Ballungsraum wie dem Ruhrgebiet wird sich vor allem der Pflegesektor als ein rasant wachsender Markt erweisen. Auch auf diesem Gebiet wirft der Referent einen Blick in die Zukunft.
Gero Altmann, Apotheker und Heilpkraktiker
16.15 - 16.50 Uhr
Naturheilkunde hilft auch Haustieren
Foto Gero Altmann
Nicht nur den Menschen, sondern auch deren vierbeinigen Lieblingen gilt das Augenmerk von Gero Altmann. Der 52jährige Recklinghäuser ist Chef des Gesundheitszentrums Kreuz-Apotheke mit angeschlossener Naturheilpraxis.

Gero Altmann, Referent auf dem 1. Vestischen Gesundheitstag: "Verblüffend einfach sind oft die Möglichkeiten der Homöopathie, Schüßler-Salze und Bach-Blüten. Sinn macht auch deren Kombination, wenn man sie fachlich beraten korrekt anwendet und individuell dosiert."

Naturheilkunde und Schulmedizin schließen sich dabei nicht gegenseitig aus, sondern ergänzen sich vielfach ganz hervorragend, sagt er.Bachblüten, Schüßlersalze und Homöopathie bei Hund, Katze, Maus? Beim 1. Vestischen Gesundheitstag wird Gero Altmann, Apotheker und Heilpraktiker, über die unterschiedlichen Verfahren und ihre die Schulmedizin ergänzende Wirkung sprechen.
Messeplan
Ausstellungsflächen und Werbung
Der Gesundheitstag der Region Recklinghausen steht am 02. April 2016 im Fokus des öffentlichen Interesses.
  • Das Medienhaus Bauer bietet allen Teilnehmern auf dem Gesundheitstag die Möglichkeit, ihre Dienstleistungen und Produkte zu präsentieren.
  • Vermietung von Ausstellungsflächen: Welsing Communication
    (Tel: 0 20 54 / 87 35 75)
  • Werbung zum Gesundheitstag mit dem Medienhaus Bauer: Carsten Dingerkus
    (Tel: 0 23 65 / 1 07 - 12 03)